Selbstausbau bei Burow


Thomas Schiller baut bei und mit der Firma Burow sein neues Wohnmobil selbst aus. Von seinen Erfahrungen wird er hier berichten und Fotos vom Ausbau posten.


06.04.2016

Projekt Wohnmobil-Bau: Zusammen mit dem Spezialisten für Individualbau Burow Reisemobile aus Mering habe ich die Chance mein nächstes Mobil und Zuhause nach meinen Wünschen zu bauen und zu gestalten. Das Modell ist ein VIP 600 XL auf Peugeot Boxer L4H2 und nach den ersten 3 Tagen ist noch nicht all zu viel zu sehen, auch wenn die Arbeit in den Knochen sehr wohl zu spüren ist. Ein schon leerer Kastenwagen ist nochmals entkernt, hunderte Meter Kabel gelegt und die erste Isolierung eingebracht. Morgen geht es weiter mit der Spezialität von Burow, der Ausschäumung von Hohlräumen im Kasten für eine wintertaugliche Isolierung.


09.04.2016

Mal wieder ein paar Bilder vom Bau meines Wohnmobils. Die erste Woche ist um und auch am heutigen Samstag wurde bei Burow noch gearbeitet. Die Isolation mit Extreme-Isolator und die Ausschäumung ist zur Hälfte fertig, vom Möbelbau ist noch nichts zu sehen „smile“-Emoticon. Ich brauche wahrscheinlich noch einen Tag für die Isolation, dann kommt der im Innenraum sichtbare Velourüberzug. Dann wird es endlich ein bisschen nach einem Wohnmobil ausschauen. Zumindest aus den Fensterausschnitten kann man aber jetzt schon nach draußen schauen


11.04.2016

Heute ist die Isolierung fertig geworden. Morgen kommt dann das Velour, der erste auch später sichtbare Teil des Wohnmobils.

Es haben sich noch alle Mitarbeiter bei Burow mit Ihrem Namen in meinem Auto verewigt. Auf den Bildern sieht man, wie Claus Burow gerade das Auto signiert. Und so wie man bei einem Hausbau früher ein Hufeisen unter die Treppe gelegt hat, so haben wir eine gesegnete 1 Cent Glücksmünze eingebracht. Auf das sie denn hoffentlich ihre Wirkung zeigt „smile“-Emoticon.


21.04.2016

Mal wieder ein Update vom Bau meines Burow. Die Verkleidungen sind angefertigt und angebracht. Der Boden ist ebenfalls verlegt. Insgesamt 12 Arbeitstage sind nun um und die ersten Möbel können schon zusammengesetzt und eingebaut werden. Georg, der Schreiner, ist so flink bei der Arbeit, dass ich Mühe habe, etwas zu finden, wo ich meinen Teil zu beitragen kann „smile“-Emoticon. Doch es macht auch einfach Spaß diesem Meister seines Handwerks bei seinen Handgriffen zuzuschauen.

Doch sobald die ersten Möbel jetzt stehen, kann es auch bald mit dem Einbau der ganzen Technik, Gas, Wasser, Sanitär und Elektronik losgehen. Dies werde ich mit der Werkstattleiterin zusammen machen. Am Ende kenne ich somit jeden Winkel meines Womos und werde mir auch bei Defekten schnell selbst zu helfen wissen, ohne mir erst wieder Gedanken zu machen, wo der Hersteller jetzt dieses oder jenes Kabel verlegt hat. „smile“-Emoticon.


22.04.2016

Wie sortiert Ihr euch in der Küche? Auf was verzichtet ihr, wenn ihr unterwegs seid?

Der Reiz am mobilen Leben und Reisen ist für mich auch die Reduzierung vieler alltäglicher Dinge. In meinem neuen, derzeit noch entstehenden, Womo werde ich demnächst weniger Stauraum in der Küche haben, als in meinem vorhergehenden Pössl. Dennoch koche ich gerne und viel im Womo. Deshalb habe ich jetzt schon mal an einem baugleichen Modell gepuzzelt und geübt und fast alle Küchenutensilien in ein Fach bekommen. Somit bleiben die anderen Fächer vor allem für Vorräte erhalten.

Was ihr seht sind:
2x Töpfe (16cm + 20cm) inkl. 2 Deckel
2x Pfannen (20cm)
2x Müslischalen
3x Teller
4x Trinkgefäße
2x Kaffeebecher
3x Schneidbretter
2x Unterlegbretter für heiße Töpfe
1x Messbecher (1 Liter)
1x Toaster (für 4 Scheiben)
1x Bialetti Kaffeemaschine (für 2 Tassen)
1x Wasserkocher (2 Liter)

Fast jetzt noch fehlt (und woanders gelagert wird), dass ist der Omnia und eine Salatschüssel. Besteck und Messer haben natürlich wie üblich ihre eigene Schublade.


08.05.2016

Hallo meine lieben Womo-Kollegen, ich habe mich ja länger nicht gemeldet und muss mich bei all denen entschuldigen, die auf neue Bilder des Burow-Baus gewartet haben.
Die letzten Tage wurde intensiv an meinem Fahrzeug gearbeitet. Die Mitarbeiter bei Burow haben Überstunden geschoben, damit ich rechtzeitig mit dem neuen rollenden Zuhause hier wegfahren kann. Vielen Dank dafür! „smile“-Emoticon

Gestern habe ich das Auto erstmals auf die Piste geschickt. Die ersten 147km zeigt der Tacho jetzt an und ich stehe am Hopfensee auf dem Campingplatz. Noch ist der Staub der Werkstatt auf dem Fahrzeug. Die Möbel sind noch verziert von Markierungen der Schreiner und auch von außen erkennt man noch nicht, von welchem Fabrikat das Fahrzeug ist „smile“-Emoticon. Hier teste ich alle Funktionen durch, ob Elektrik, Heizung, Gas und Wasser funktioniert. Ich nehme quasi praktisch die Endkontrolle vor „smile“-Emoticon. Noch gibt es aber ein bisschen was zu tun. Silikonnähte gilt es noch zu ziehen, diverse Fehler und Defekte abzustellen. Doch das ist ganz normal bei einem solchen komplexen Produkt. In der nächsten Woche soll es dann endgültig auf die Piste gehen.

  • Bild 1: Erste Möbeleinbauten
  • Bild 2: Biegen von Gasleitungen, um diese in das Fahrzeug einzupassen.
  • Bild 3: Einfach ruhig bleiben und Nerven bewahren. Ein Loch ins Fahrzeug ist nie leicht. Zumindest nicht für jemanden wie mich, der nicht jeden Tag sieht „grin“-Emoticon.
  • Bild 4: -
  • Bild 5: Installation der Wasserleitungen und Tank, sowie der Brennstoffzelle
  • Bild 6: Einbau der Dieselheizung von Truma
  • Bild 7: -
  • Bild 8 - 11: -
  • Bild 12: Erster Test am Hopfensee. Jetzt gilt es noch dem Wohnmobil das letzte Finish zu geben.

14.05.2016

Einen schönen Samstag-Abend wünsche ich allen Womo-Kollegen,

jetzt nochnmal ein letztes Update vom Burow-Bau: Am Montag wurde nochmal kräftig am Auto geschraubt. Das Team um Claus Burow hat am Montag nochmal etliche Stunden investiert, damit das Womo nach 5 Wochen auch endlich vom Hof rollen konnte.

Die ersten 1000km und die ersten 7 Nächte sind nun um. Da ich mir vor einer Woche dummerweise eine Fingerkapsel verletzt hatte (und das nichtmal in der Werkstatt), musste die erste Wäsche bis heute warten. Mit kräftiger Unterstützung durch Frank, glänzt der Wagen heute zum ersten mal so richtig nach dem Bau.

Mit einem Firmware Update auf dem iNET-Modul und auf der Efoy ist auch die Software auf dem aktuellen Stand. Beim iNET von Truma geht das sehr einfach, da das Gerät einfach mit dem Smartphone verbunden ist und sich die aktuelle Firmware aus dem Internet zieht. Doch auch die Lösung von Efoy hat mich sehr überzeugt. Das Update-Modul wird kostenlos zugeschickt und man muss es nur an die Efoy anschließen, der Rest geschieht von allein. Dann schickt man das Modul wieder im bereits frankierten Umschlag zurück. Aufwand: 10 Minuten, Kosten: 0€. Das Update von 15.11 auf 15.12 für die Efoy Comfort kann ich nur jedem empfehlen. Neu ist dann das Experten-Menü, welches etliche sehr genaue Einstellungen zu Spannungen und Schwellenwerten erlaubt.

Nun kann ich in den Wagen einziehen und es wird wohl wieder etliche Monate dauern, bis alles seinen Platz hat und man nicht mehr von A nach B räumt. Beim letzten Womo habe ich dafür 1 Jahr gebraucht „grin“-Emoticon.


15.05.2016

Da will man nur die Folie von der Kühlschrankblende abmachen, da kommt diese einem komplett entgegen. Aber dank im Internet gefundener Anleitung geht die Sache schnell und ohne Schaden.

Tipp: Wer auch einen Waeco CR oder CRX Kühlschrank hat, speichert euch das Dokument. Im Ernstfall weiß man sich so zu helfen.


17.07.2016

Dieses Wochenende stand ganz im Dienste meines rollenden Heims. Nach den ersten fast 5000km und 2 Monaten in meinem Burow, habe ich mit Frank gestern ein paar Ein- und Umbauten realisiert, die schon seit einiger Zeit anstanden.

Endlich habe ich nun auch einen Küchentisch. Claus, der Tisch passt perfekt, einfach super! :-). Zusammen mit dem Dinettentisch kann ich somit eine schöne Eckküche realisieren, oder halt einen großen Schreibtisch.

Bisher fehlte mir ja noch das Frontrollo, hier wollte ich unbedingt das das neue Waeco FP 200 haben, welches jedoch sehr lange Lieferzeiten hatte. Der Einbau ging nicht ganz so einfach von der Hand, aber es ist uns geglückt und mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden. Das Rollo macht einen wertigen Eindruck. Vor allem lässt es an den Rändern fast kein Licht durch, was mir sehr wichtig war, wenn man mal unauffällig in der Stadt stehen will.

Das Badezimmerfenster haben wir mit einer Adhäsionsfolie von velken.de zu einem Milchglasfenster verwandelt. Nun muss man nicht immer die Jalousie runter machen, wenn man mal auf dem Topf sitzt :-). Trotzdem kommt noch ausreichend Licht ins Bad, was mir sehr wichtig war. Ich bin mal gespannt, wie die Folie so hält (ich werde weiter berichten), vor allem bei extrem hohen und niedrigen Temperaturen, denn angegeben ist sie bis -10 Grad. Die Folie hält ohne Kleber. Der Preis war mit 16 Euro inkl. mm-genauem Zuschnitt, Versand und Werkzeug mehr als fair.

Zu guter Letzt zieren jetzt noch zwei Burow-Logos das Heck und die Front vom Fahrzeug :-). Bisschen Werbung unterwegs muss ja auch sein ;-).


23.07.2016

Einen schönen guten Morgen aus Coswig! Gestern musste Frank erstmal arbeiten als hier angekommen war :-). Zusammen haben einen Schalter an einer USB-Steckdose eingebaut.

Insgesamt habe ich drei USB-Steckdosen im Auto verbaut, die jeweils 2x 2,5A liefern. Einmal vorne an der Dinette, einmal bei der Küche über dem unteren Bett und einmal hinten am großen Bett. Man kann von diesen Dingern nicht genug haben. Vom Smartphone, Tablet über W-LAN-Router, Akkus und Rasierer lässt sich damit fast alles laden und betreiben.

Was mich aber gestört hatte war, dass die USB-Steckdosen durch die Umwandlung von 12 Volt auf 5 Volt ganz leise fiepende Geräusche von sich geben. Das hört man tagsüber und ab einem Abstand von ca. 50cm überhaupt nicht mehr. Aber Abends, wenn so eine Dose direkt über deinem Kopf und alles ruhig ist, dann wurde das nervig. Also haben wir einen Schalter eingebaut, der hinter der Stauklappe versteckt ist, die dadrüber angebracht ist. Öffnet man also die Stauklappe, dann kann man ganz leicht die USB-Steckdose ein- und ausschalten.

Zusammen mit der Wandtasche hinten am Bett, welche wir auch noch angebracht hatten (hier vielen Dank nochmal an Herrn Oster bei Burow, für die tolle Schneiderarbeit) kann man nun super Smartphone, Laptop und alles hinten am Bett betreiben und laden und das ganze Kabelgewirr einfach verschwinden lassen. Für die Anbringung der Tasche haben wir übrigens M4er Edelstahlsenkkopfschrauben mit Rosetten-Unterlegscheiben genommen. Die Scheiben kosten im Baumarkt 630 Euro/Kilo :-D. Macht bei einer Scheibe immer noch über 60 Cent. Aber das Ergebnis ist optisch einfach toll.